Pressestimmen


»Aktueller könnte ein Roman nicht sein als Abbas Khiders Buch "Die Orangen des Präsidenten".«

Stern Magazin: Ein bisschen Totschlag. 17. Juli 2011 

»Ein großartiges Buch.«

Fauser Magazin: Die Orangen des Präsidenten. 22. Juni 2011 

»Ein leises, aufwühlendes Buch über die Willkür einer Diktatur.«

Christine Hager: Vitamine statt Freiheit- Khider schildert Folter. Saarbrücker Zeitung, 17. Juni 2011

»»Khiders kunstvoll aufgebauter Roman ist ein kleines literarisches und dramaturgisches Meisterwerk.«

Margarete von Schwarzkopf: Die Orangen des Präsidenten. NDR1, 31. Mai 2011

»Versuchte Khider in seinem Erstlingswerk "Der falsche Inder" fast noch ein wenig verkrampft, sein Publikum zu unterhalten, so ist in "Die Orangen des Präsidenten" mittlerweile ein sichtlich gereifter und selbstbewusster Erzähler am Werk. Menschsein und Menschbleiben in Zeiten der Diktatur - nicht mehr und nicht weniger skizziert Khider in seiner gewohnt lakonischen Manier. 
Mit seinem Alter Ego Mahdi Muhsin verleiht der Autor den Millionen politischer Gefangenen weltweit, von deren Existenz man aus den Schlagzeilen weiß, deren Martyrium man sich aber lieber nicht vorstellen möchte, eine mächtige literarische Stimme, die es verdient, gehört zu werden.«

Mascha Dabić: Die Orangen des Präsidenten. DaStandard Zeiung, 30. Mai 2011

»Wer Abbas Khider kennengelernt hat, der weiß, wie sehr bei ihm Lachen und Erzählen zusammengehören. In „Die Orangen des Präsidenten“ erzählt er abwechselnd vom Glück des Heranwachsenden und vom Irrwitz des Lebendigbegrabenseins in Saddams Gefängnis.«

Jörg Plath: Die Orangen des Präsidenten. ARTE, 25. Mai 2011

»›Die Orangen des Präsidenten‹ ist ein irakischer Gefängnisroman, ein Roman, der den Leser durch das geschilderte Leid und die Grausamkeit erschüttert. Zugleich gelingt Khider das Kunststück, in seine düstere Kerkerprosa den Schimmer einer Humanität zu weben, die selbst dem sadistischen Verhörpolizisten und dem Folterknecht menschliche Züge zugesteht. Dank der schlichten Kunstfertigkeit seiner Sprache wirkt Khiders Stil nie artifiziell oder konstruiert. Seine Prosa ist eine am Menschen interessierte Kunst, die stets darum bemüht ist, das Besondere im Einfachen herauszuarbeiten, das Heitere im Tragischen und das Tragische im Heiteren zu spiegeln.«

Lewis Gropp: Schöner schreiben als Gott. Neue Zürcher Zeitung, 24.05.2011

»Da stehen einem mal wieder die Haare zu Berge.«

Ellen Pomikalko: Die Orangen des Präsidenten. Buchmarkt, Mai 2011

»Wer wirklich eine wichtige, einmalige Stimme der deutschen Gegenwartsliteratur lesen möchte, der ist mit diesem Roman auf das Beste bedient. „Die Orangen des Präsidenten“ strotzt nur so vor poetischer Kraft, anhand derer es Khider durch und durch gelingt gegen die Depression und Tragik von zwei Jahren Haft anzuschreiben, ohne dabei nach Mitleid zu heischen. Dass dies gelingt, liegt vor allem am rauen, direkten und authentischen Ton, den Khider so problemlos in der Beschreibung des Gefängnisalltags trifft und der korrespondierend mit der poetischen Erzählung von Mahdis Jugend einen so einmaligen Sound ergibt. Die Orangen des Präsidenten ist ein großes Buch, geschrieben von einem Autor, der bereits in jungen Jahren zu einem sehr eigenen Stil gefunden hat.«

Fabian Stiepert: Wenn der Diktator Geburtstag hatte. Leipzig Almanach, 24.05.2011

»Geschickt informiert Abbad Khider in Die Orangen des Präsidenten den Leser über die politischen Zustände in einem Land, das viele nur mit dem harmlos klingenden Begriff „Golfkrieg“ in Verbindung bringen. Seine Geschichte bekommt durch die Wahl der nicht chronologisch aufeinander aufbauenden Kapitel eine Lebendigkeit. Ganz nebenbei erfährt man, dass ein Taubenzüchter in der irakischen Gesellschaft ganz unten angesiedelt ist, die Töchter nicht gerne mit ihnen verheiratet werden und ihre Aussage vor Gericht keine Anerkennung findet.«

Beatrix Alfs: Die Orangen des Präsidenten. BuchAviso, 15. Mai 2011

»Abbas Khider gelingt das Unmögliche, aus den Abgründen der Menschheit erschafft er eine wunderbare, wenn auch traurige Geschichte.«

Karolin Langfeldt: Die Orangen des Präsidenten. I-REF MAGAZINE, 16. Mai 2011

»Khider schreibt auf Deutsch. Arabisch, die Sprache seiner Folterer, will er nicht mehr benutzen, sagt er. Umso beeindruckender sind die schnörkellosen Sätze, mit denen er die Gräuel der Folter genauso lebendig werden lässt wie die Besonderheiten der irakischen Kultur.«

Jan Ehlert: Die Orangen des Präsidenten. NDR Kultur, 18.05.2011

»Khiders eigene Erfahrungen fließen in diesen eindrücklichen Roman mit ein und zeigen eine persönliche Sicht auf das kriegserschütterte Land. Abbas Khider erzählt kurz und knapp- fast bedauernswert knapp, denn zu erzählen hätte es garantiert noch vieles gegeben.«

Berner Zeitung:  Inhaftiert im Irak.  12.05. 2011

»Zwei Jahre voller Folter, Grausamkeit, Hunger, Dreck und Einsamkeit, zwei Jahre ohne Kontakt zu seiner Familie. Diese Hölle überlebt Mahdi nur durch die Macht der Fantasie, die Kunst des Erzählens und vor allem die Kraft der Erinnerung. Und so erzählt Abbas Khider in „Die Orangen des Präsidenten" mit viel Liebe und Humor eine zweite Geschichte, nämlich die einer schiitischen Kindheit und Jugend im Irak der 80er Jahre.«

Echo Magazin: Die Kraft des  Erzählens. Mai 2011

»Abbas Khider wurde vor drei Jahren fast über Nacht bekannt: mit seinem spektakulären Roman Der falsche Inder. (...) Die Orangen des Präsidenten liefert jetzt eine Vorgeschichte dazu: eine irakische Jugend, die im Gefängnis endet. Das Erschütterndste an Khiders Schilderung beispielloser Erniedrigung ist das Déjà-vu, das der Roman dem deutschen Leser bereitet. Denn es zeigt sich: Wir kennen diese Art von Literatur schon, wir kennen sie aus der Ära der faschistischen und stalinistischen Gewaltregime; in Russland hat sie, beginnend mit Dostojewskijs Aufzeichnungen aus einem Totenhaus, ein eigenes Genre ausgebildet. Man muss diesen sogenannten Lagerroman nicht mehr vorstellen. (...)
Es ist ein Kennzeichen dieser Prosa, dass sie sich fast jedes Verweises, der über das unmittelbare Erleben des Ich-Erzählers hinausgeht, enthält. Die Figur hat keinen Reflexionsraum jenseits ihrer Geschichte, aber sie fühlt sich merkwürdig angezogen von Geschehnissen und Motiven, in denen sich so etwas wie Sinn und Vorsehung verschlüsseln könnte. (...) Es ist ein Denken in Parabeln, manchmal auch nur ein Ahnen, das ganz in der gleichnishaften Tradition orientalischer Fabeln bleibt. Übrigens orientalisiert der Autor keineswegs das Deutsch, das er schreibt. (...) Es ist eine vollkommen schmucklose, schwindelsicher kitschfreie Sprache, die Abbas Khider benutzt und die eher aus der Lakonie ihre Poesie zieht. (...) Wenn die muttersprachlich deutschen Schriftsteller einen ähnlich präzisen und musikalischen Umgang mit ihrer Sprache pflegten, wäre die deutsche Gegenwartsliteratur um vieles reicher.«

Jens Jessen: Was den Erniedrigten schützt. DIE ZEIT, 05.05.2011 

»Abbas Khider schreibt auf Deutsch, und das so gut, dass Sie diesen Mann unbedingt für sich entdecken müssen.«

Brigitte Zeitschrift: Abbas Khider. Mai 2011

»Das formal spielerische seines ersten Romans hat Khider beibehalten und transformiert. In Die Orangen des Präsidenten geht es beim Erzählen chronologisch vor und zurück. Doch die Beweglichkeit, die sich dadurch einstellt, färbt nicht auf die Stimmung des Buches ab. Die Orangen des Präsidenten ist ein ernstes Buch. (...) Es scheint, als ob Khider in den einzelnen Passagen Menschen aus seiner Erinnerung porträtiert und ihnen ein literarisches Denkmal setzen will: für Sami etwa, den Ersatzvater und Taubenzüchter, und für Shruq Fridon, der sich nach drei Monaten im Gefängnis umbringt.«

Hans-Peter Kunisch: Der große Diktator. Kulturaustausch II, Mai 2011

»Dem Autor ist eine durchgehend mitreißende Erzählung gelungen, in der das Leiden vermischt wird mit den Skurrilitäten des Alltags und der Fantasie als uneinnehmbarem Land.«

Profil Magazin: Die Orangen des Präsidenten. Mai 2011

»Vielleicht versteht man dadurch auch mehr, warum die Jasminrevolution stattfindet und Menschen ihr Kostbarstes, ihr Leben, im Kampf gegen Gaddafi und Assad opfern.«

Wolfgang Demleitner: Die Orangen des Präsidenten. Oberpfälzer Wochenzeitung, 04.05.2011 

»Das wunderbar erzählte Werk schärft das Verständnis für die Geschichte und Gegenwart des Irak.«

Kai Agthe: Ein bewegendes Schicksal aus der Saddam-Diktatur. Thüringische Landeszeitung, 01.05.2011

»„Die Orangen des Präsidenten“ ist ein trauriges, nachdenklich stimmendes, stellenweise aufwühlendes Buch.«

Beat Mazenauer: Und zum Geburtstag eine Orange. Literaturkritik.de, 21.04.2011

»Mit einer erzählerischen Ökonomie, die an ein Wunder grenzt, weil sie eine Vielzahl von Geschichten so anschaulich miteinander verknüpft, dass knapp hundertsechzig Seiten genügen, um dem Leser eine fremde Welt zu erschließen, schildert er das Leben im Irak der 1980er und frühen 90er Jahre.(...) Im harten Wechsel von Poesie und Nüchternheit ist Abbas Khider ein außergewöhnlicher Roman gelungen, der von Dingen erzählt, die unser Vorstellungsvermögen kaum fassen kann.«

Meike Feßmann: Lachen unter der Folter. Süddeutsche Zeitung, 19.04.2011 

»Abbas Khiders Roman ist eine Herausforderung. Schön und schrecklich zugleich.«

Martin Ebel: Mit Schönheit gegen die Scheusslichkeiten. Tages-Anzeiger, 12.04.2011

»Khiders sehr persönliche und bewegende Schilderungen entblößen das Schreckensregime von Saddam Hussein.«

Die Presse: Orangen für die Gefangenen. 10.04. 2011

»Eigene Erfahrungen des Autors aus dem Gefängnis fließen in dieses knappe, doch präzise geschriebene Buch ein, dessen unprätentiöse Sprache auf den Leser einen Sog ausübt. Ohne zu moralisieren, gelingt es dem Autor, durch die nüchterne Schilderung der zwiespältigen Alltagswirklichkeit jenes Klima der Angst zu rekonstruieren, in dem damals all jene lebten, die nicht zu den wenigen Nutznießern des ›Systems‹ gehörten.«

Wolfgang Günter Lerch: Die Frucht der Freiheit. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.04.2011

»In unserer Gegenwart der Revolutionen und Bürgerkriege in Tunesien, Ägypten und Libyen führt dieses beeindruckende Buch in die grausame Wahrheit des Krieges und erklärt die Mentalität der Menschen im ältesten sumerisch-babylonischen Kulturland, dem Irak.«

Verena Auffermann: Unschuldig in ein Wüstenlager verschleppt.
Deutschlandradio Kultur - Buchkritik, 04.04.2011

»Anrührend, drastisch offen und immer wieder augenzwinkernd lässt Khider Mahdi seine Geschichte erzählen. Dabei wechselt er fließend zwischen dem Alltag und dem der Gefangenschaft, wodurch ein wohltuender erzählerischer Ausgleich in einer Lektüre des oft unfassbaren entsteht.«

Jana Kühn: Die Orangen des Präsidenten. Bücher Magazin. Heft 2, 2011

»Die Orangen des Präsidenten sind eines von den Büchern, die alle zusammen helfen können, den Irak und seine Nachbarländer irgendwann zu verstehen. Ganz sicher ein wichtiges Buch.«

Michael Schweizer: Seltsame Orangen. Kommune Magazin. Heft 2, April 2011

Er schaffte es, seine unsäglich furchtbaren Erfahrungen in eine bewegende und sehr beeindruckende Erzählung zu verwandeln, in welcher sich Leid mit der Skurrilität des Alltags und der durch andere Menschen nicht zerstörbaren eigenen Würde und Fantasie vermischt.«

Kölner Magazin: Die Orangen des Präsidenten. April 2011

»Khiders Erzählung gibt den Blick frei auf den Sumpf oder vielmehr den Untergrund der herkömmlichen Staatlichkeit des Nahen Ostens, sie zeigt den Terror, die Willkür und die Verrohung.«

Oliver M. Piecha: Was der Liveticker nicht bringt. Jungle World, 31.03.2011 

»Der in Berlin lebende Abbas Khider vermittelt in "Die Orangen des Präsidenten" ein Gefühl für den arabischen Aufstand.«

Grete Götze: Das schönste Trauerlache. Berliner Zeitung, 31.03.2011 

»Khider hat ein Buch geschrieben, das mit seiner unverstellten Sprache berührt. In dieser Einfachheit liegt eine Aufrichtigkeit, die selbst Folterszenen erzähl- und lesbar macht.«

Uli Müller: Die Orangen des Präsidenten. Financial Times Deutschland, 30.03.2011 

»Die größte Stärke dieses Buches ist, wie nah es der totalen Schwäche kommt (...). Abbas Khider selbst saß zwei Jahre in einem irakischen Gefängnis. Nun schickt er seinen Romanhelden Mahdi am Tag der letzten Abiturprüfung hinter die Sonne, wie dieser Ort in der irakischen Umgangssprache heißt, wo die Männer schwach, die Anklagen beliebig und die Orangen nur ein Symbol der Grausamkeit sind.«

Maren Keller: Die Orangen des Präsidenten. KulturSpiegel, 28.03.2011 

»Kaum zu glauben, dass das geht: in einer anschaulichen und warmherzigen Sprache von Dingen zu erzählen, die unser Vorstellungsvermögen kaum fassen kann. Die Foltermethoden des Saddam-Regimes hat der deutsch-irakische Autor selbst erfahren. Im harten Wechsel von poetischen Alltagsszenen und Szenen aus der Gefangenschaft erzählt er von der Grausamkeit des Menschen, aber auch von seiner Widerstandskraft.«

Meike Feßmann: Die Orangen des Präsidenten. Börsenblatt, Heft 12, März 2011 

 »Ein starkes Buch hat Abbas Khider geschrieben. » 

Julia Riedhammer: Die Orangen des Präsidenten. RBB.TV - Stilbruch, 24.03.2011 

»Es gibt Bücher, die nimmt man in die Hand und kann sie erst wieder weglegen, wenn man die Geschichte zu Ende gelesen hat. Ein solches Buch hat Abbas Khider geschrieben.»

Christine Thalmann: Die Orangen des Präsidenten. RBB.TV - Sendung WAS LESEN SIE? 20.03.2011  

»Diese Geschichten sind eindriglich, anrührend und oft auch komisch. Draus ist wieder ein großer Roman des 1973 in Bagdad geborenen Autors geworden.»

Maria Panzer: Tod eines Taubenzüchters. Lesart Zeitschrift, Heft 1, März 2011 

»Und immer wieder findet Abbas Khider eine kräftige, einfache Sprache für die Empfindungen seines Ich-Erzählers. "Die Welt außerhalb der Mauern war urplötzlich wieder da, überwältigend in ihrer Einfachheit, eine Welt, die vorher nur noch eine Traumwelt gewesen war." So heißt es, nachdem Mahdi aus dem Gefängnis befreit wurde.»

Drik Knipphals: Nichts kann schlimmer sein als die Hoffnung.  Tageszeitung, 17.03.2011 

»Was Khider zu erzählen hat, ist von einer Wirklichkeit durchdrungen, von der wir gehört haben mögen, die wir aber nicht wahrhaben wollen. Seine Geschichten sind letztlich zu wahr, um schön zu sein, und dass es ihm doch immer wieder gelingt, den Schrecken zu bändigen, ohne die Dinge zu banalisieren, ist seine vielleicht größte Leistung. Das Schwere wird etwas leichter, weil aller Grausamkeit zum Trotz das Menschliche durchsickert und am Ende derart unwiderstehlich die Oberhand behauptet, dass der Roman eine seltsame Mischung aus Beklommenheit und Trost hinterlässt.«

Andreas Pflitsch: Der Panzer Gleichgültigkeit. Tagesspiegel, 16.03.2011

»Nüchtern, direkt, lakonisch, mitunter fast komisch schildert Khider die Erniedrigungen, die Mahdi und die anderen Gefangenen erdulden müssen – und die für viele von ihnen tödlich enden. Der Wahn der (arabischen) Diktaturen, dieser lesenswerte und bewegende Roman attestiert ihn auf seine eigene und persönliche Weise.«

Ulrich Noller: Die Orangen des Präsidenten.  Funkhaus Europa WDR, 16.03.2011 

»Abbas Khider komponiert eine Novelle aus Rückblenden und Briefen und schreibt die ergreifende Geschichte eines jungen Mannes in Irak zwischen 1989 und 1991.«

Lilian-Astrid Gesse: Willkür und das nackte Überleben. Neues Deutschland, 16.03.2011 

»„Die Orangen des Präsidenten“ ist ohnehin nicht nur düsterer Kriegsroman oder hartes Gefängnistagebuch wie zum Beispiel Tahar Ben Jellouns „Das Schweigen des Lichts“. Denn Abbas Khider hat einen feinen Sinn für die Absurditäten und komischen Seiten des Lebens.«

Dina Netz: Die Orangen des Präsidenten. SWR2, Buchkritik, 11.03.2011 

»Abbas Khider ist ein unglaublich raffinierter Erzähler.«

Hubert Spiegel: Die Orangen des Präsidenten. Deutschlandfunk. Büchermarkt, 8.03.2011 

»Es geht die Legende, dass nach einem furiosen Debutroman immer ein schwächerer, wenn nicht gar schlechter Zweiter folgt. Nach Szusza Bank straft in diesem Fruühjahr Abbas Khider diese Legende Lügen. Sein zweites Buch ist so eindrücklich, so bestürzend und so reich wie das erste.«

Renée Zucker: Die Orangen des Präsidenten. Inforadio rbb. Quergelesen, 06.03.2011 

»Ein aufsehenerregender Roman, erschreckend, aber doch irgendwie auch poetisch.«

Literaturkurier: Die Orangen des Präsidenten. März 2011 

»Der 1973 in Bagdad geborene und seit 2000 in Deutschland lebende Abbas Khider gehört zu den interessantesten Stimmen der jungen deutschen Literatur. Als ehemaliger politischer Häftling im Irak und langjähriger illegaler Flüchtling in den verschiedensten Ländern des Nahen Ostens und Europas hat er nicht nur einen um ein vieles breiteren Erfahrungshorizont als die meisten anderen deutschsprachigen Schriftsteller seiner Generation, sondern kann als Verfolgter, Entwurzelter und Vertriebener mit viel größerer Überzeugungskraft über sich selbst sagen, er habe sich in der deutschen Sprache eine neue Heimat erfunden. Dass Deutsch nicht seine Muttersprache ist, merkt man den sprachschönen, ebenso inhaltsreichen wie formbewussten Texten des studierten Philosophen und Literaturwissenschaftlers dabei in keiner Weise an. (...) Abbas Khider ist in seinem zweiten Roman ein erstaunlich reifer, überaus versierter Erzähler, der scheinbar mühelos eine gelungene Anekdote an die andere reiht und eine Fülle berührender poetischer Bilder für die Schönheit des Lebens findet, die man angesichts des Themas nie antizipieren würde.«

Florian Hunger: Die Orangen des Präsidenten. Jüdische Zeitung, März 2011 

»Abbas Khider schreibt faszinierende Bücher der Hoffnung im tiefen Leid.«

Erik Heier: Abbas Khider- Der Versucher. Tip Berlin Magazin, März 2011 

»"Die Orangen des Präsidenten", so heißt das neue Buch von Abbas Khider, ein starker – hier ist das Wort wirklich mal am Platz –, ein starker, ein bewegender Text, ein Augen öffnendes Buch.« 

Denis Scheck: Die Orangen des Präsidenten. Das Erste- Druckfrisch, 27.02.2011 

»"Die Orangen des Präsidenten" ist eines der Bücher, deren Lektüre ein großer Zugewinn ist: Ein schmales Büchlein, in dem man neue Perspektiven kennenlernt, mehr über den Irak und seine Menschen erfährt, und obwohl man damit konfrontiert ist, was es bedeutet, in einer Diktatur zu leben, doch die beglückende Erfahrung macht, welche starke Gegenkräfte Liebe, Menschlichkeit und Humor sind.«

Daniela Weiland: Die Orangen des Präsidenten. Bayrisches Fernsehen - Das Literaturmagazin LeseZeichen, 21.02.2011


abbas khider-der falsche inder

«Wer hätte gedacht, dass ein Buch über ein so schwieriges und trauriges Thema einem derart das Herz erwärmen könnte, wie es in unserem Fall geschehen ist. Vor diesem Roman und seinem Autor möchte man sich verbeugen.«

Katharina Thiel: Der falsche Inder. Kreuzberg Liest, 02.2011  

«Man könnte nun meinen, Abbas Khider habe eine traurige Geschichte geschrieben, einen Roman, bei dem einem die Tränen in die Augen treten. Gelegentlich mag dies der Fall sein. Doch der Autor erzählt in einer solch lakonischen, humorvollen und geistreichen Sprache, die gelegentlich mehr einem modernen Märchen als einem Flüchtlingsroman zu gleichen scheint. So lacht man und freut sich, schlägt das Buch zu und beginnt … nachzudenken. «

Christian Kahnt: Der falsche Inder. Mülheimer Stimmen, Ausgabe 174, Nov/Dez. 2010

»kurzweilig, lakonisch und tieftraurig.«

 Mascha Dabić: Der falsche Inder. daStandard, 22.11.2010

«Tragik und Komik liegen nahe beisammen in Khiders unsentimentalem Erzählstil, der berüht, ohne Betroffenheit zu heischen.«

Gabriele Fölsche:  Der falsche Inder. Frankenpost Zeitung, 29.09.2010

»Dass er "Der falsche Inder" auf Deutsch verfasste, so hat der Schriftsteller einmal gesagt, habe ihm auch manches erleichtert: "Wenn ich auf Arabisch schreibe, handelt alles vom Leid. Das Deutsche hält mich auf Distanz." So, mit  der hilfreichen Distanz, die eine neue Sprache vermittelt, mit seinem facettenreichen Humor als Überlebensmittel und dem Formbewusstsein des Lyrikers ist Abbas Khider ein außergewöhnlicher Roman gelungen, der seinen autobiographischen Gehalt in einem raffinierten Wechselspiel von Enthüllen und Verbergen entfaltet.«

Hubert Spiegel: Laudatio bei der Preisverleihung des Adalbert-von-Chamisso-Förderpreies, 04.03.2010

»In seinem Debütroman erzählt Abbas Khider von einem jungen Iraker, der unter Saddam Hussein im Gefängnis sitzt und anschließend als illegaler Flüchtling eine unmenschliche Odyssee durch viele arabische und europäische Länder durchleidet, bis er schließlich in Deutschland Asyl erhält. Khider tut dies in einer äußerst lebendigen, oftmals lakonischen Sprache, die immer wieder durchdrungen ist von grimmigem Humor. Keine Spur dabei von moralinsaurer Schwere, die sich bleiern auf den Leser legte. Nein, „Der falsche Inder” ist ein radikal unsentimentaler Report aus der Hölle. So ist der Schrecken der Flucht zwar immer präsent, wird aber nie explizit ausgestellt. Es bleibt genug Platz für eine Lebenslust, die ansteckend wirkt, und für viele kleine Beobachtungen, ebenso präzise wie entlarvend.«

Dominik Schweighofer: Der falsche Inder. Süddeutsche Zeitung, 16.12.2009 

»Eine eindrucksvolle Schilderung des "alltäglichen" Lebens "illegaler" Menschen ... "Die Länder hatte ich in zwei Gruppen unterteilt", schreibt Khider. "Zur ersten gehören diejenigen, in denen es nur Bilder und Plakate der jeweiligen Früher und ihrer banalen Parolen gab. zur zweiten gehören die Länder, in denen das nicht der Fall war. Da wollte ich hin." Ein Glück für die deutsche Literatur, dass er es geschafft hat.«  

Wolf Dieter Kantelhardt: Der falsche Inder. ef-Magazin, November 2009

»Die Verwirrtheit, die Schuldgefühle und die Erinnerung an die immer wiederkehrenden, grausamen Erlebnisse, die in Abbas Khiders Seele wüten, sind beim Lesen des Buches hautnah spürbar. Ein bewegendes Dokument über das Schicksal eines Kriegsflüchtlings.«

Nasner Sigi: Der falsche Inder. Draußen Magazin, Juni 2009 

»Dem Text tut das gut, mit klarer, unverblümter Sprache, mit Gespür für Spannung und Ironie und zuweilen irritierender Leichtigkeit schildert „Der falsche Inder“ auswechselnden Blickwinkeln Episoden eines Flüchtlingsschicksals, das wohl nur mit unerschütterlichem Optimismus, Lebenswillen und auch Humor verkraftbar ist. Tragik und Komik liegen nahe beisammen in Khiders lakonischem, unsentimentalem Erzählstil, der berührt, ohne Betroffenheit zu heischen.
Die Resonanz auf „Der falsche Inder“ zeigt, dass Khider damit einen viel versprechenden literarischen Weg eingeschlagen hat.«

Dieter Ungelenk: Der falsche Inder. Neue Presse Coburg, 29. Mai 2009 

»„Der falsche Inder“ ist eine gelungene Mischung aus Gesellschaftssatire, Autobiographie und politischer Prosa von hoher literarischer Qualität.«

Gerd Bedszent: Der falsche Inder. Ossietzky Magazin, März 2009 

»„Der falsche Inder“ ist Roman, Märchen, Erzählung aus 1001 Nacht, Kurzgeschichte und Autobiografie in einem ... „Der falsche Inder“ ist auch ein Künstlerroman. Dass das auf Arabisch verfasste Manuskript, das achtmal die Schrecken eines Flüchtlingslebens zu fassen versucht, dem deutsch schreibenden Erzähler zugleich vertraut und fremd erscheint, beweist eindrucksvoll Abbas Khiders' Formbewusstsein.«

Jörg Plath: Der falsche Inder. Deutschlandradio, 02. Februar 2009 

»Ein kleiner Roman, der große Themen, orientalische Abenteuer, Erotik und Witz mit einer realen Geschichte verbindet, denn der Autor Abbas Khider hat in diesem Buch einen Großteil seiner eigenen Biographie verarbeitet. Beeindruckend.«

 Literaturkurier: Der falsche Inder. 26. Januar 2009  

»An manchen Stellen wirkt das Buch „Der falsche Inder“ wie eine Reportage, weil Khider einen nüchternen Tonfall anschlägt. Meist jedoch klingt Khiders Ich-Erzählung fast märchenhaft – poetisch und voller wunderbarer Ereignisse. An Märchen erinnert auch die Großzügigkeit, mit der der Autor Zeit und Raum durchquert (...). Khider malt die Schrecken der Flucht nicht sonderlich aus und erzählt sogar von witzigen und aberwitzigen Begegnungen, doch den Ernst und die Härte des Überlebenskampfes spürt der Leser auch so.«

Martina Sulner: Der falsche Inder. Hannoversche Allgemeine, 5. Januar 2009  

»In seinem ersten Roman „Der falsche Inder“ beschreibt Khider eine... Irrfahrt auf dem Weg in die vermeintliche Freiheit. Dies allerdings mit einem höchst künstlichen Griff: Ein arabisches Manuskript liegt in einem deutschen ICE. Das erzählt auf acht Mal auf ganz unterschiedliche Weise die Lebensgeschichte desjenigen, der sie findet. Kompliziert? Vielleicht, aber auch humorvoll, traurig, stark.«

Szene Hambug Magazin: Der falsche Inder. Januar 2009 

»Spannend für alle, auch jüngere Leser, die begreifen wollen, was es bedeutet, auf der Flucht zu sein.«

 Greenpeace Magazin: Der falsche Inder. Januar 2009 

»Der Autor versteht es dabei meisterhaft mit Nähe und Distanz zum Geschehen und den Gefühlen des Lesers zu spielen und man fühlt sich an keiner Stelle des Buches unangenehm berührt. Es ist vielmehr eine spannende, fast unglaubliche, jedoch sehr glaubwürdige Geschichte, die sich subtil auf 150 Seiten entfaltet. Khider nimmt den Leser mit auf seiner Reise bis zur letzten Seite. Er beweist mit diesem Buch, dass er nicht nur Lyriker, sondern auch ein ausgezeichneter Erzähler ist, der den Gebrauch der Worte und auch der Form virtuos beherrscht. Man ist gespannt auf weitere Werke.«

 Sabine Seip: Der falsche Inder. Media Mania, Dezember 2008 

»Gerade weil Khider uns bei Laune hält, gerade weil seine Lakonie kein Mitleid zulässt, gerade deshalb berührt seine Geschichte und eröffnet eine neue Perspektive auf "Die Flüchtlinge". Sie werden wieder zu Einzelpersonen.«

Ines Kappert: Der falsche Inder. Die Tageszeitung, 29. November 2008 

»Mal lyrisch, mal lakonisch beschrieben, werden aus den Zufällen Wunder, astrologische Vorherbestimmungen, Anekdoten oder die Schrecken der Erinnerung an die Toten. Auf 160 Seiten entsteht ein anspruchsvoll-dichtes Panorama eines Fluchtschicksals, selten von schrägem Machismus und Wiederholungen getrübt.«

Ingo Anhenn: Der falsche Inder. Interkultur Stuttgart, November 2008 

»Am Ende von Abbas Khiders Roman steht alles wieder auf Anfang. Dazwischen ist eine lesenwerte Geschichte zu entdecken, die ohne mitleiderheischendes Betroffenheitspathos auskommt, weil ihr Autor weiß, dass die Zumutungen, die unsere Zeit für einen großen Teil der Menschheit bereit hält, keiner wertenden Kommentierung bedürfen um betroffen zu machen.«

 Andreas Pflitsch: Der falsche Inder. Lisan Zeitschrift, Herbst 2008  

»Mit leichtem Ton und feiner Ironie erzählt der in Berlin lebende Exiliraker Abbas Khider,35, diese dramatische Reise immer wieder unter einem neuen Aspekt: Sex, Wunder, Unglücke. Die Struktur ist gewöhnungsbedürftig, aber egal, denn gelungen ist umso mehr, wie Khider aus diesem aktuellen Thema unterhaltsamen und überhaupt nicht moralinsauren Lesestoff gemacht hat ...«

Marianne Wellershoff: Der falsche Inder. KulturSPIEGEL, November 2008 

»Der Autor ist ein Meister einer grotesken Komik, mit der er sich gekonnt zwischen Lachen und Weinen bewegt.«

 Evi Chatzi: Der falsche Inder. SWR International, 28. Oktober 2008 

»Was für ein tieftrauriges Buch, bei dem man über jede Seite glücklich ist. Das Traurige ist die Realität, von der es berichtet und glücklich ist man über den, der diese Realität bis jetzt überlebt hat und ein künstlerisches Kleinod schuf... Das Lapidare, mit dem Khider Brutalisierung und Verwahrlosung beschreibt, ohne selbst verloren zu gehen, brutal oder zynisch zu sein, ist geradezu beschämend für jeden westlichen Leser, vermutet man in dieser Stärke doch neben aller individuellen Besonderheit auch etwas, das sich aus der Kultur speist, die hierzulande als zurückgeblieben beurteilt wird. Dankbar muss man außerdem für diesen Zutritt in eine zarte und verletzte aber unzerstörte Dichterseele sein.«

Renée Zucker: Der falsche Inder. rbb Inforadio, 19. Oktober 2008 

»Der Roman liest sich auch als ein ergreifendes Plädoyer für Mitmenschlichkeit, Verständnis und Achtung der Menschenwürde. Ein literarisches Kunstwerk: zart wie der Schleier orientalischer Frauen, farbig wie die Hüfttücher, an denen die Metallplättchen im Rhythmus der Musik klimpern und dunkel wie die schönen Augen einer Zigeunerin.«

 Maria Panzer: Der falsche Inder. Lesart Zeitschrift, Herbst 2008 

»Einzelne Mosaiksteine fügen sich aneinander, die man gar nicht an einem Abend erzählen könnte… ein schmales Buch, das durch seinen klaren Blick auf die Ereignisse beeindruckt.«

 Buchkultur: Der falsche Inder.  Oktober/November 2008 

»Eines wird in  „Der falsche Inder“ sehr schnell klar: Khider kann erzählen ... Die Geschichte der Flucht ist nur ein Strang von „Der falsche Inder“, wenn auch der literarisch stärkste, weil es Khider hier schafft, schonungslos und doch humorvoll zu erzählen.«

 Timo Berger: Der falsche Inder. Junge Welt, 15. Oktober 2008 

»„Der falsche Inder“ ist ein in mehrfacher Hinsicht überraschendes Werk ... Bemerkenswert ist die Struktur des Textes. Khider berichtet nicht chronologisch, er erzählt die Geschichte seiner Flucht  mehrmals und unter verschiedenen Aspekten, achtmal von Bagdad nach München, vom Tempel bis zu Saras Koffer. Auf dieser Weise glückt ihm das Kunstwerk, die Geschichte lakonisch und doch mit orientalischer Farbigkeit zu Papier zu bringen, gelingt es, ein schweres Thema mit der Leichtigkeit der Distanz darzustellen.«

 Thomas Bruhn: Der falsche Inder. Neues Deutschland, 14. Oktober 2008 

»Erzählerisch gekonnt wird die Odyssee zerlegt: Jedes Kapitel beginnt wieder in Bagdad, die Fluchtbewegung wird unter verschiedenen Gesichtspunkten immer neu vollzogen und leicht, fast übermütig erzählt. Frauen. Schreiben. Papierklauen... Erst im Kapitel ›Die Wunder‹ verändert sich der Ton, die dunkle Unterströmung tritt stärker hervor. ›Gesichter‹ suchen ihn heim: Mitgefangene, Fluchtkameraden, Familienmitglieder, die nicht schafften, was ihm gelang: Überleben. Asyl finden. Lachen.«

 Sibylle Mulot: Der falsche Inder. Spiegel Special 2008 

»Kompliziert und noch dazu sehr real. Ein Roman aus unserer brutalen Zeit und ein Autor mit bewundernswerter Kraft.«

 Mona Naggar: Der falsche Inder. BR2 Büchermagazin, 20. September 2008

»Abbas Khider ist angekommen. In einem Land, dessen Sprache er heute beherrscht. So gut, dass er ein Buch geschrieben hat über den langen steinigen Zufallsweg, der ihn letzten Endes nach Berlin führte... Khider erzählt seine Lebensgeschichte im stilistischen Slalom zwischen existenzieller Misere und greller Komik.«

 Jens Mühling: Der falsche Inder. Tagesspiegel, 19. September 2008 

»Der Roman „Der falsche Inder“ ist ein fantasievolles Spiel mit Erzählstil und Perspektiven. Eine literarische Brücke zwischen Orient und Okzident, auf der sich Traum und Wirklichkeit zu einem Märchen zusammenfügen. Eine Geschichte voller Lebenslust, gewidmet all denjenigen, die eine Sekunde vor dem Tod noch von zwei Flügeln träumen.«

 Birgit Eckelt: Der falsche Inder. BR Kulturmagazin Puzzle, 28. August 2008